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Rn Vorsorgegebiete

Das 2019  in Kraft getretene, neue Strahlenschutzgesetz sieht vor, dass deutschlandweit sogenannte Radon-Vorsorgegebiete festgelegt werden müssen. Radon-Vorsorgegebiete, sind Gebiete, in denen erwartet wird, dass die über das Jahr gemittelte Radonkonzentration in der Luft in einer beträchtlichen Anzahl von Gebäuden (10 %) mit Aufenthaltsräumen oder Arbeitsplätzen den gesetzlich festgelegten Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3) Luft überschreitet.

In Radon-Vorsorgegebieten entsteht für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die gesetzliche Verpflichtung an allen Arbeitsplätzen im Erd- und Kellergeschoß die Radonkonzentration zu messen. Diese Messungen müssen innerhalb von 18 Monaten nach Festlegung als Radon-Vorsorgegebiet durchgeführt werden, die Messdauer beträgt 12 Monate. Gemessen wird typischerweise mit kleinen Messdosen, sogenannten Exposimetern, die bei anerkannten Stellen erhältlich sind. Das Bundesamt für Strahlenschutz führt eine Liste über diese anerkannten Stellen.

Details zu den entstehenden Mess- und Überwachungspflichten finden Sie u.a. auf folgenden Seiten:

Rn-Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Rn-Seiten des Bayerischen Landesamts für Umwelt

Rn-Seiten des Bundesamt für Strahlenschutz

IIn folgenden Bundesländern wurden bereits Rn Vorsorgegebiete nach § 121 StrlSchG durch die jeweiligen Landesbehörden festgelegt:

Bayern

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In Bayern wurde der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge als Radon-Vorsorgegebiet festgelegt. Die Festlegung erfolgt durch eine Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz und tritt am 11.02.2021 in Kraft.

Grundlage für die Festlegung waren zwei Prognosekarten des Bundesamts für Strahlenschutz von 2017 und 2020, die nur für den Landkreis Wunsiedel zu übereinstimmenden Ergebnissen kamen. Demnach besteht für diesen Landkreis eine zu 90% abgesicherte Datenlage, nach der >10% der Aufenthaltsräume in Gebäuden den gesetzlichen Referenzwert von 300 Bq/m3 überschreiten. Diese wurde durch zusätzliche Bodenluftmessungen des LfU Bayern abgesichert.

Baden-Württemberg

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In Baden-Württemberg wurden 29 Gemeinden als Radon Vorsorgegebiete vorgeschlagen, sind aber noch nicht offiziell in Kraft.

Die 29 Gemeinden liegen im Südschwarzwald und im Mittleren Schwarzwald. Grundlage der Gebietsauswahl sind die drei folgenden Kriterien:

 

1. Vorhersage des Bundesamts für Strahlenschutz

2. Geochemische Karte von Baden-Württemberg  für Uran

3. Mindestgröße für auszuweisende Radonvorsorgegebiete

Radonseite Umweltministerium Baden-Württemberg

Sachsen

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In Sachsen wurden 107 von insgesamt 419 Gemeinden als Radonvorsorgegebiete ausgewiesen. Diese erstrecken sich von der südwestlichen Landesgrenze entlang des Erzgebirges Richtung Nordwesten bis vor die Tore von Dresden.

Radonseite Umweltministerium Sachsen

Sachsen-Anhalt

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In Sachsen-Anhalt wurden 15 Gemeinden als Radonvorsorgegebiete ausgewiesen. Diese befinden sich in den Landkreisen Mansfeld-Südharz und Harz.

Radonseite Umweltministerium Sachsen-Anhalt

Niedersachsen

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In Niedersachsen sind 3 Gemeinden im Landkreis Goslar an der nordwestlichen Seite des Harzes ausgewiesen worden:

  • Goslar-Stadt

  • Clausthal-Zellerfeld

  • Braunlage

Radonseite Umweltministerium Niedersachsen